Donnerstag, 5. April 2018

Rezension: Wunder wie diese




Autor: Laura Buzo
Originaltitel: Love and other Perishable Items
Verlag: Arena
Preis: 10,30 € [A]
ISBN: 978-3-401-50613-5






Amelia hat immer das Gefühl, nirgendwo richtig dazuzugehören. In größeren Gruppen scheint sie mit der Wand zu verschmelzen. Chris dagegen gehört überall dazu. Charmant, gut aussehend, chaotisch und selbstbewusst steht er – egal wo – im Mittelpunkt. Als Amelia und Chris einander begegnen, scheint die Welt einen Moment lang stillzustehen … Und als sie sich wieder dreht, ist nichts mehr wie es war.

Rezension

Dieses Buch stand schon seit Ewigkeiten auf meiner Wunschliste, genauer genommen seit wahrscheinlich mittlerweile 4 Jahren, seit das Buch damals auf Deutsch erschienen ist; und vielleicht hätte es mir damals noch besser gefallen.

Den Klappentext fand ich sehr anspruchsvoll, doch irgendwie drückt er etwas anderes aus, als ich schlussendlich gelesen habe. Als wäre es eine richtige Liebesgeschichte, doch eigentlich ist es eher eine einseitige Liebe, vermutet man zumindest. Amelia, die gerade nebenbei in einer Supermarktkette zu arbeiten begonnen hat, wird von Chris, den sie vom ersten Moment an toll findet, eingeschult. Das Problem: er ist sechs Jahre älter. Sie verstehen sich aber gut, sprechen viel über Literatur, die Amelia gerade in der Schule lesen muss. Die ganze restliche Geschichte dreht sich grob gesagt nur um Amelias Schwärmerei und ihre Möglichkeiten durch Chris auf Partys zu kommen, zu denen sie sonst  nie eingeladen gewesen wäre. Zwischendurch gibt es noch ein wenig Streit mit der besten Freundin, weil die sich für gleichaltrige Jungs interessiert, die laut Amelia super nervig sind, und Drama wegen ihrer Eltern, die im Haus rauchen, zusätzlich ist der Vater beruflich ständig unterwegs und rührt Zuhause keinen Finger, die Mutter wirkt todunglücklich.

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt: aus der von Amelia in Prosa und der von Chris in Tagebucheinträgen. Meiner Meinung nach hätten die Tagebucheinträge weggelassen werden können, sie erzählten nur wenig Wichtiges und kamen ansonsten einem Platzfüller gleich. Auch die Handlung drehte sich immer wieder im Kreis: "Ich liebe ihn so sehr, mein Vater ist schrecklich, soll ich zu der Party gehen, um Chris zu beeindrucken?" Anfangs war es noch okay, da wirkte es noch neu, aber nach einer Zeit wiederholte es sich und wurde ein wenig langweilig.
Das Ende hat mich ehrlich gesagt sehr enttäuscht und auch ein wenig aufgeregt. Nicht nur kommt es mir unrealistisch und kitschig vor, aber auch Amelias Aussage, dass sie warten wolle, zeigt wie naiv sie als eben noch 15-Jährige ist. Ich bin mir nicht sicher, ob es mir vor 3 Jahren noch besser gefallen hätte, doch jetzt hat es mir nicht wirklich gefallen.

Bewertung: 2/5

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